Corporate Venture Partnerships
Vom konkreten Bedarf zum tragfähigen Pilotprojekt
Eine Geschäftspartnerschaft braucht einen konkreten Auftrag. Ein guter Pilot verbindet die Frage des Unternehmens mit der Arbeit des externen Teams und einer nachvollziehbaren nächsten Entscheidung.
Ein Unternehmen trifft auf ein junges Team mit einer interessanten Lösung. Beide sehen eine mögliche Zusammenarbeit. Für ein tragfähiges Pilotprojekt braucht dieses Interesse eine konkrete Form: Welches Problem soll untersucht werden, wer trägt im Unternehmen die Verantwortung und welche Arbeit übernimmt der Partner? Die Vorbereitung entscheidet darüber, ob die Erprobung am Ende eine geschäftliche Entscheidung ermöglicht. Dazu gehört auch, die Bedingungen einer späteren Zusammenarbeit früh mitzudenken.
Den Bedarf im Geschäft verankern
Am Anfang steht eine Situation, die das Unternehmen verbessern möchte. Das kann ein aufwendiger Ablauf, eine fehlende Fähigkeit oder ein neues Angebot für einen bestimmten Kundenkreis sein. Die Beschreibung sollte erkennen lassen, wer betroffen ist, wie heute gearbeitet wird und woran eine Verbesserung sichtbar würde.
Ein benannter Auftraggeber hält diese Frage während der Zusammenarbeit zusammen. Er sorgt für Zugang zu den zuständigen Personen und klärt die verfügbaren Ressourcen. Fachbereich, Budgetverantwortliche und gegebenenfalls weitere zuständige Stellen sollten wissen, welche Entscheidung mit dem Pilot vorbereitet wird.
Den passenden Partner für die Aufgabe wählen
Bei der Auswahl zählt, ob das externe Team einen konkreten Beitrag zur vereinbarten Aufgabe leisten kann. Dazu gehören fachliche Fähigkeiten, verfügbare Kapazität und ein gemeinsames Verständnis der Zusammenarbeit. Auch die Grenzen des Angebots müssen besprochen werden.
Ein junger Anbieter kann beispielsweise Unterstützung bei der Einbindung in bestehende Abläufe benötigen. Das etablierte Unternehmen muss dafür eigene Mitarbeit vorsehen. Wenn beide Seiten diese Beiträge vorab benennen, lässt sich der Pilot so planen, dass die Zusammenarbeit im Alltag tatsächlich möglich ist.
Arbeit, Vergütung und Ergebnis vereinbaren
Der Pilot braucht einen abgegrenzten Umfang. Ein kurzer Arbeitsplan kann festhalten, welche Schritte vorgesehen sind, wer sie übernimmt, welche Mittel bereitstehen und wann gemeinsam ausgewertet wird. Die Vergütung des externen Beitrags wird ausdrücklich vereinbart. Ebenso werden der Umgang mit vertraulichen Informationen, benötigten Daten und entstehenden Arbeitsergebnissen passend zum Vorhaben geregelt.
Die Bewertungskriterien sollten bereits vor dem Start feststehen. Sie können sich auf die Nutzbarkeit eines Angebots, die Umsetzbarkeit eines Ablaufs oder die Reaktion potenzieller Kunden beziehen. Für jedes Kriterium muss klar sein, wie die Beteiligten zu einer nachvollziehbaren Einschätzung gelangen.
Den Anschluss früh vorbereiten
Ein erfolgreiches Ergebnis führt nur dann zu einer Fortsetzung, wenn jemand die nächste Entscheidung treffen kann. Deshalb sollte bereits während der Vorbereitung geklärt werden, wer über einen Folgeauftrag entscheidet und welche weiteren Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Auch die wirtschaftliche Perspektive gehört in diese Überlegung. Welche Leistung könnte dauerhaft beauftragt werden? Wie würde sie in den laufenden Betrieb passen? Welcher zusätzliche Aufwand entstünde auf beiden Seiten? Der Pilot kann diese Fragen untersuchen und offene Punkte sichtbar machen.
Die Auswertung als gemeinsame Entscheidung gestalten
Zum Abschluss werden die Ergebnisse mit dem ursprünglichen Auftrag verglichen. Die Beteiligten halten fest, was belegt ist, welche Fragen offenbleiben und welche Veränderungen für eine Fortsetzung nötig wären. Daraus kann ein Kundenvertrag, eine weitere begrenzte Erprobung oder das Ende der Zusammenarbeit folgen.
KØDE betrachtet Geschäftspartnerschaften aus dieser Verbindung von Menschen, Auftrag und wirtschaftlicher Perspektive. Ein klarer Pilot gibt den Beteiligten eine überschaubare erste Aufgabe und eine belastbare Grundlage für die Entscheidung, ob sie gemeinsam weiterarbeiten wollen.